FAQ Kinderbetreuung FAQ Kinderbetreuung

  • Krankenstände, Urlaube und Fortbildungsveranstaltungen bringen es oft mit sich, dass Kolleginnen und Kollegen vertreten werden müssen und wenn das intern nicht möglich ist, werden Springer_innen angefordert. In der Vergangenheit kam es hier immer wieder zu Verzögerungen. Was wurde getan, um die Situation von WIKI-Seite zu verbessern?

Um dieser Thematik begegnen zu können, wurden zusätzliche fixe Springer_innen (Kindergartenpädagog_innen und Kinderbetreuer_innen) angestellt. Weiters sind zwei Mitarbeiter_innen in der WIKI-Zentrale (Martina Hofer und Sabrina Janda) für die Springersuche eingeteilt. Eine Verbesserung zum Vorjahr ist bereits eingetroffen, allerdings arbeiten wir noch an einer optimalen, langfristigen Lösung.

 

  • Die Anforderungen an die  Berufsgruppe  „KindergartenpädogIn" werden immer größer, die gesetzlich geregelte Vorbereitungsstunden bleibt aber gleich – warum?

In keinem anderen Bundesland haben Kindergartenpädagog_innen und -pädagogen so viel bezahlte Vorbereitungszeit wie in der Steiermark (30 h + 10 h VB). Betrachtet man zum Beispiel die Situation in Wien, so haben Kolleg_innen dort 36 Kinderdienststunden und nur 4 Vorbereitungsstunden. Vergleicht man die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Steiermark mit den anderen Bundesländern, auch in Hinblick auf Gruppengröße und Raumausstattung, so liegt die Steiermark weit vor allen anderen Bundesländern. Natürlich ist auch in diesen Bereichen eine Verbesserung möglich, dennoch muss festgehalten werden, dass wir in der Steiermark im österreichweiten Vergleich sehr gute Rahmenbedingungen haben um qualitätsvolle Bildungsarbeit zu leisten.

 
  • Welche Erklärung gibt es dafür, dass nur ein Teil der Feste als Arbeitszeit geschrieben werden darf?

Bei Festen, bei denen ein größerer Aufwand in Planung und Durchführung besteht, konkret bei Laternenfesten und Sommerfesten gibt es WIKI-intern die Regelung, dass 3 Std. Mehrzeit geschrieben werden dürfen. Im Normalfall reicht diese Zeit für ein Fest aus. Die Vorbereitung für die Feste fällt für PädagogInnen in die Vorbereitungszeit. BetreuerInnen können diese Stunden nach Rücksprache mit der/m Leiter_In gesondert aufschreiben.

 

  • Die WIKI Struktur innerhalb der Kinderbetreuungseinrichtung ist klar definiert und strukturiert, unklar ist aber manchmal, wo der eigene Entscheidungsrahmen endet bzw.  wo der Rahmen der Zentrale beginnt. Bis wohin darf selbst entschieden werden?

Im Zweifelsfall empfehlen wir den Leiter_innen, bei Ihren jeweiligen Ansprechpartnern bzw. Bereichsverantwortlichen in der WIKI-Zentrale nachzufragen. Konkrete Informationen liefert das Leiter_innenhandout. Es wurde erstmals 2012 an alle bestehenden Einrichtungen ausgegeben und alle Einrichtungen, die neu eröffnet werden, erhalten ebenfalls ein Exemplar. Dieser Arbeitsbehelf für Leiter_innen wird in regelmäßigen Abständen überarbeitet und so aktuell gehalten. Ein Beispiel, an dem der Sachverhalt erklärt werden kann, könnte die Kindergartenübernachtung sein, die in manchen Kindergärten durchgeführt wird. Diese muss vorher von der WIKI-Zentrale genehmigt werden, da diese Information haftungsrelevant ist. Auch die Frage welche Mitglieder des Personals bei der Übernachtung anwesend sind und wie viele Arbeitsstunden geschrieben werden, muss vorher abgeklärt werden.  
 

  • In den vergangenen Jahren wurden die Evaluierungsbögen an die Eltern ausgegeben und dann von einer externen Firma ausgewertet. Oft erhielten wir in der Einrichtung allerdings keine Rückmeldung zu den Evaluierungsbögen. Wie wird das im kommenden Betreuungsjahr 2014/15 gehandelt? Wann bekommen die Einrichtungen Feedback?

Die Auswertung der Evaluierungsbögen wurde im Vorjahr an alle Leiter_innen bzw. Einrichtungen geschickt. Heuer wurde keine Evaluierung durchgeführt, da der Rücklauf der Eltern eher überschaubar war. Im Kindergartenjahr 2014/15 kommen diese wieder zum Einsatz um eine fundierte und aktuelle Aussage geben zu können.
 

  • Grundausstattung

Die Grundausstattung der jeweiligen Einrichtungen ist mit den Leiter_innen abgestimmt. Teilweise gibt es spezielle Wünsche von PädagogInnen für zusätzliche Spiel- und Beschäftigungs- oder Bastelmaterialien. Diese Wünsche müssen bei der/m LeiterIn der Einrichtung deponiert werden und diese/r kann dann mit dem  Budget der Bildungs- und Betreuungseinrichtung die Dinge ankaufen oder über das Sonderbudget beantragen.

 

  • Wie wird im Allgemeinen mit Sicherheitsmängeln umgegangen? Ist mit einer Änderung der gegenwärtigen Situation zu rechnen in der es zu schnelleren Reaktionszeit von der Zentrale kommt?

Vor allem in punkto schnellere Reaktionszeit arbeiten wir an einer langfristigen, sinnvollen Lösung, die zu einem optimalen Dauerzustand werden soll. In Graz werden die Sicherheitsmängel umgehend von unserem Haustechniker Micha Helbig behoben, in den Gemeinden gibt es Gemeindearbeiter, die sich rasch um die Dinge kümmern. Die Leiter_innen müssen die Mängel umgehend an die jeweilig verantwortliche Person in der WIKI-Zentrale melden, damit wir entsprechende Schritte einleiten können. Um jeden Einsatz effizient und genau planen zu können, ist es wichtig, das allfällige Reparaturen oder Ausbesserungsarbeiten so detailliert wie möglich in schriftlicher Form an die zuständige Stelle gemeldet werden, damit Haustechniker oder Gemeindearbeiter umgehend mit den Arbeiten beginnen können. Ein eigenes Formular, das die Arbeitsabläufe und Kommunikation verbessern soll, ist bereits in Arbeit.

 

  • Warum müssen Elterngespräche in Freizeit der Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen geführt werden?

Seit der Novellierung des Steiermärkischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes im Juni 2014  muss künftig pro Kinderbetreuungsjahr mindestens ein strukturiertes Gespräch mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten zum Austausch über das Kind und dessen Entwicklungsprozesse vom pädagogische Fachpersonal nachweislich angeboten werden.  Kindergartenpädagog_innen haben eine bezahlte Vorbereitungszeit, die im Sinne der Bildungspartnerschaft mit den Eltern auch dazu dient, Entwicklungsgespräche oder Elterngespräche zu führen. Bei strukturierte Entwicklungsgespräche, die zum Beispiel im Rahmen der Portfolioarbeit mit den Eltern geführt werden, können diese gesondert als Arbeitszeit aufgeschrieben werden. Eine entsprechende Dokumentation in der Einrichtung (Entwicklungsmappe für jedes Kind …) und eine Abzeichnung der Leiterin der zusätzlichen Stunden ist erforderlich.